Folge “es zwickelt uns”

Von verzwickten Gedanken, Brücken und Fenstern

Stofffetzen, Brückengänger, Fensterputzer… warum es so viele Worte für diesen einen Tag zwischen Wochenende und Feiertag gibt

Heute ist Zwickel – also Fenster- …nein… Brückentag. Das Wochenende liegt hinter uns, morgen ist Feiertag und somit frei. Grund genug für den Ben und mich unseren heutigen Podcast dem Namen dieses Tages zu widmen, der von vielen dankbar als Wochenend-Verlängerung genutzt wird. Warum gibt es drei unterschiedliche Worte für ein und denselben Tag? Woher kommen die Begriffe? Was hat ein Möbelhaus damit zu tun und warum spaltet der Zwickeltag die österreichischen Gemüter?

Woher die Namen kommen

Damit ihr alles nachlesen könnt, bekommt ihr natürlich auch die erklärenden Recherchen dazu: das Austria- Lexikon beschreibt die Geschichte der Begriffe und  greift weitere Sprachen auf. Wikipedia  geht auch auf die ganz unromantische Sicht des Handels auf den Brücken-, Zwickel-, Fenstertag ein. Außerdem sprechen wir über die Bedeutung des katholischen Feiertages „Allerheiligen„, der uns das heutige Podcast-Thema beschert. Ausschlaggebend war aber auch der Artikel über die Ablehnung des Wortes Zwickeltag UND der charmant-nervige Werbespot des Möbelhauses mit dem roten Stuhl, den wir euch nicht vorenthalten wollen. Seit einiger Zeit feiert man sogar die Möbelfeiertage.

Und ihr so?

Wir sind gespannt, was ihr an eurem Brückentag macht, wie ihr so zwickelt, ob eure Fenster zu Allerheiligen geputzt sind und welche anderen Begriffe ihr für diesen Tag kennt. Und vielleicht gibt es ja auch den ein oder anderen Hörer, der weiß, dass wir auch in Ostdeutschland Feiertage hatten 🙂

Nun aber viel Spaß beim Zwickeln 🙂

5 Kommentare ↓

5 Kommentare zu “Von verzwickten Gedanken, Brücken und Fenstern”

  1. Alexander von Halem 31. Oktober 2011 um 18:49 #

    Angesichts meiner ungarischen Verwandtschaft interessant (laut Wikipedia):

    In Ungarn wird der Fenstertag staatlich als Feiertag deklariert, und der eigentliche Werktag an einen Samstag (davor oder danach) verschoben. Somit entsteht eine 6-tägige und eine 3-tägige Arbeitswoche am Ende mit einem 4-tägigen langen Wochenende. Ähnlich wie z.B. in Österreich, beurlauben sich sowieso sehr viele an diesem verschobenen „Arbeitssamstag“.

    • Benjamin 31. Oktober 2011 um 20:07 #

      Das Interessante daran ist, es fallen einem immer wieder Dinge auf, die mir in Deutschland ganz alltäglich und selbstverständlich schienen aber dann hier doch wieder eine andere Bedeutung haben. Zumal man sich vorher auch noch nicht wirklich mit solchen Dingen beschäftigt, sondern sie eher nur hingenommen hat.

  2. Petrus* 1. November 2011 um 18:55 #

    Nun eine sehr schöne und kurzweilige Podcastrunde, sehr informativ und spritzig von den Moderatoren Julia und Ben zusammengestellt!
    Viele Podcastrunden habe ich schon gehört aber die Beiden bringen sehr viel Professionalität mit und bleiben doch sehr locker.
    Das ist nicht einfach, aber sehr gut weil man es kaum merkt!

    schöne Themen und auch Nr. 7 mit dem „Zwickeltag“ war echt super

    euer Petrus

    • Julia 2. November 2011 um 7:40 #

      Vielen Dank lieber Petrus*
      🙂

      Wir freuen uns immer über Feedback … und dann noch so positives !!

      Wenn dir mal österreichische Wörter einfallen, die du näher erklärt haben möchtest, immer her damit!

      Wir hoffen, dass du einen schönen Zwickel-Brücken-Fenster-Tag hattest 🙂

  3. eva 7. November 2011 um 10:58 #

    warum ‚zwickeltag‘? na, ganz einfach: der zwickel ist das ‚dazwischen‘. das ‚dazwischen reingezwickte‘. oder anders gesagt: auf einem bein kann man nicht stehen, um also die beiden feier- oder ferientags-standbeine zu einem soliden verlängerten wochenende zu verbinden, wird der zwickeltag dazwischengeklemmt.
    (ich hab grad nicht so aufgepasst, ob ihr das in eurem podcast auch erwähnt habt, aber ‚zwickel‘, das ist bei uns das rautenförmige verbindungsstück zwischen den beiden beinen einer strumpfhose.)
    also mit dem möbelhaus hat das eigentlich gar nix zu tun. das ist, glaub ich eine fehlinformation.

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